Kitesurf World Cup 2007 in St. Peter Ording
28.08.2007 12:48
Gard Kitesurf Worldcup 2007 in St. Peter Ording (Text: Felix Grimme)
Vom 18. bis 26. August befand sich ein kleiner Teil der Deutschen Küste wieder im Ausnahmezustand, denn der beschauliche Ort St. Peter Ording wurde zum zweiten Mal Austragungsort eines PKRA Tourstops. Surf-Legende Robby Naish himself, war begeistert vom Gard Kitesurf World Cup: „Ich habe Top-Wettkämpfe gesehen, die Organisation war perfekt. Diese Veranstaltung ist einmalig auf der Welt”, lobte Naish. Dieser Meinung waren auch viele Zuschauer, denn 110.000 Schaulustige besuchten in den zehn Tagen den Gard Kitesurf World Cup, immerhin 50.000 mehr als bei der Premiere im vergangenen Jahr. Die besten Kitesurfer der Welt, hochklassige Wettbewerbe, aber auch Live-Acts mit Bands wie Revolverheld, Monrose und Marquess und die allabendlichen Beachpartys, machten die Veranstaltung zu dem Wassersport Highlight des Sommers.
Sonne, Wind, Wellen - perfekte Bedingungen herrschten zum großen Finale. Lachende Siegerin war die 13-jährige Spanierin Gisela Pulido, die Kristin Boese als neue Freestyle-Weltmeisterin ablöste. Am Sonntag gewann sie das spannende Duell gegen Bruna Kajiya aus Brasilien und sicherte sich mit diesem Erfolg vorzeitig den WM-Titel in der Königsdisziplin Freestyle. Eigentlicher Star aus deutscher Sicht war jedoch die zweifache Freestyle-Weltmeisterin Kristin Boese aus Potsdam. Und das nicht nur, weil sie in der aktuellen Playboy Ausgabe zu bewundern ist. Die 30-Jährige zeigte ihre Können und wurde Weltmeisterin im Boardercross und belegte im Kursrennen den zweiten und im Freestyle den dritten Platz. Überhaupt wurde Kristin ständig von Kamerateams umlagert.
Bei den Herrn bzw. Jungs verdarb der Niederländer Kevin Langeree dem dreifachen Weltmeister Aaron Hadlow aus England den vorzeitigen WM-Titel. Mit seinem ersten Platz in St. Peter-Ording verkürzte Kevin den Abstand zu dem Weltranglistenersten. Die beiden boten sich bei perfekten Bedingungen ein spannendes Duell. Der amtierende Weltmeister hatte jedoch Pech und versenkte seinen Kite nach einem missglückten Trick, so dass er von dem 7 Minuten Heat etwa vier schwimmen musste. Kevin stand einfach jeden Sprung und legte eine perfekte Show hin. Dritter wurde der Portugiese Rui Meira. Bester Deutscher war Silvester Ruckdäschel aus München auf Platz neun. Andere deutsche Nachwuchshoffnungen wie der amtierende deutsche Meister Mario Rodwald und der deutsche Vizemeister und Triggernaut Teamfahrer Stefan Permien, schieden leider in den Vorrunden aus, wobei es in dem einen oder anderen Heat echt knapp war.
Festzuhalten ist, der Kitesurf Worldcup ist ein Event der Superlative und auf jeden Fall einen Besuch wert. Mein persönliches Highlight war in jedem Fall, mit der Surflegende Robby Naish zu surfen und dabei auch noch aus der Luft von einem Hubschrauber verfolgt zu werden. Robby kam mir in gewohnt souveräner Art mit Hangloose Zeichen auf dem Wasser entgegen und hatte etwa auf 50 Meter Höhe einen Hubschrauber inklusive Kamerateam im Schlepptau. Nach dem Robby an mir vorbei gefahren war, ließ ich es mir nicht nehmen, auf der Stelle kehrt zu machen und Robby mit Höchsttempo zu verfolgen. Ob ich ins Fernsehen gekommen bin, weiß ich nicht, aber der Spaß war es wert. Go surfing or go home!!!
Auf der Internetseite www.kitesurfworldcup.de können weitere Informationen zum Worldcup, Interviews und Videos abgerufen werden.


